Adoption und Eingewöhnung

Das Zuhause auf ein neues Tier vorbereiten: Checkliste

Ein Tier empfängt man am besten mit einer vorbereiteten Wohnung — nicht mit einem Zoohandlungsbesuch am ersten Abend. Das sollten Sie vorher erledigen.

Aktualisiert: 16. August 2026


Die Entscheidung für ein Tier fällt meist emotional, die erste Woche ist dagegen reine Organisation. Je mehr praktische Fragen vor dem Einzug geklärt sind, desto ruhiger verläuft die Eingewöhnung — für das Tier und für Sie.

Sicherheit in der Wohnung

Der wichtigste Punkt, denn hier ist der Preis eines Fehlers am höchsten.

  • Fenster und Balkon. Insektengitter hält keine Katze — nötig sind stabile Katzenschutzgitter. Das ist die häufigste Verletzungsursache bei Stadtkatzen.
  • Kabel — in Kanäle verlegen oder hochlegen. Welpen und Kitten benagen alles.
  • Haushaltschemie, Medikamente, Kleinteile — hinter verschlossene Türen.
  • Pflanzen. Lilien sind für Katzen tödlich; auch Dieffenbachia, Monstera, Azalee und Einblatt sind giftig. Gefährliche Pflanzen besser ganz entfernen.
  • Verbotene Lebensmittel: Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Rosinen, Xylit, gekochte Knochen, Alkohol. Von erreichbaren Flächen räumen.
  • Waschmaschine und Backofen — gewöhnen Sie sich an, vor dem Einschalten nachzusehen. Katzen klettern hinein.
  • Ein Mülleimer mit Deckel.

Grundausstattung für den Hund

  • Geschirr und Leine. Für die ersten Spaziergänge ist ein Geschirr sicherer als ein Halsband — aus dem Halsband schlüpft ein verängstigter Hund in einer Sekunde.
  • Adressmarke mit Telefonnummer.
  • Zwei Näpfe, idealerweise auf einem Ständer.
  • Ein Liegeplatz an einem ruhigen Ort, nicht im Durchgang.
  • Futter — die ersten zwei Wochen dasselbe wie im Tierheim.
  • Kauspielzeug: Tau, Gummispielzeug mit Leckerlifüllung.
  • Welpenunterlagen für die ersten Tage.
  • Enzymreiniger — normale Reiniger entfernen den Geruch nicht, das Tier geht wieder an dieselbe Stelle.

Grundausstattung für die Katze

  • Katzenklo. Regel: Anzahl Katzenklos = Anzahl Katzen + 1. Größe: eineinhalbmal so lang wie die Katze.
  • Streu. In den ersten Wochen die gewohnte Sorte.
  • Kratzbaum oder Kratzbrett, am besten zwei: senkrecht und waagerecht.
  • Ein erhöhter Platz — Regal, Fensterbank, Kratzbaum. Von oben schauen zu können ist Katzen wichtiger als Spielzeug.
  • Transportbox. Lassen Sie sie offen im Raum stehen, damit sie nicht nur mit dem Tierarzt verknüpft wird.
  • Näpfe: Wasser getrennt vom Futter aufstellen, Katzen trinken ungern neben dem Futter.
  • Katzenangel. Auf Laserpointer besser verzichten — Jagd ohne fassbare Beute erzeugt Frust.

Aufteilung: richten Sie ein „Eingewöhnungszimmer“ ein

Öffnen Sie nicht sofort die ganze Wohnung. Richten Sie einen Raum ein mit Wasser, Futter, Toilette, Versteck und Ihrem Geruch. Das Tier erobert ihn in wenigen Tagen und will dann von selbst weiter. Das senkt den Stress erheblich und verhindert die meisten Unsauberkeitsprobleme.

Tipp

Leben schon Tiere bei Ihnen, erfolgt die Zusammenführung durch die geschlossene Tür: zuerst nur Gerüche, dann Decken tauschen, dann Sichtkontakt durch einen Spalt, und erst danach gemeinsamer Raum unter Aufsicht. Zwei Wochen dafür sind völlig normal.

Regeln in der Familie abstimmen

Widersprüchliche Regeln belasten ein Tier weit mehr als strenge. Klären Sie vorher:

  • Sind Bett und Sofa erlaubt? Eine Antwort für alle.
  • Wer geht morgens Gassi, wer abends, wer reinigt das Katzenklo.
  • Ist Füttern vom Tisch erlaubt? Wenn eine Person es tut, existiert die Regel nicht.
  • Welche Kommandowörter Sie verwenden, damit nicht drei Menschen drei Varianten benutzen.

Vor der Abholung

  • Transportbox oder sicheres Geschirr — auch für kurze Wege.
  • Unterlage und Tücher fürs Auto.
  • Wasser.
  • Notieren Sie im Tierheim: bisheriges Futter, letzte Impfung und Parasitenbehandlung, Besonderheiten im Verhalten.
  • Planen Sie einen Tierarztbesuch in der ersten Woche — aber nicht am ersten Tag.

Und noch etwas: Planen Sie für die erste Woche keine Reisen, keine Renovierung und keinen großen Besuch. Das beste Geschenk für ein neues Tier ist eine langweilige, vorhersehbare Woche.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine Beratung durch Tierarzt oder Verhaltensfachleute. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich an eine Tierarztpraxis.

In unserem Tierheim leben über 1000 Hunde und 200 Katzen

Jedes von ihnen wartet auf seinen Menschen. Vielleicht auf Sie.

Unsere Partner

Apps für das Training mit Ihrem Tier

Unsere Partner von Zorya Tech Studio haben zwei kostenlose Android-Apps mit kurzen Tageslektionen auf Basis positiver Verstärkung entwickelt. Sie funktionieren offline und ohne Konto.

Das ist keine bezahlte Werbung — einfach nützliche kostenlose Apps von Menschen, die das Tierheim unterstützen.

Dieser Artikel kann jemandem helfen — bitte teilen Sie ihn